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Paul Mann
„Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich aus den Dingen etwas zu machen.”

Paul Thomas Mann

Schriftsteller

geboren am 06.06.1875 in Lübeck
gestorben am 12.08.1955 in Zürich
Letzter Wohnort: Kilchberg, ZH

Biographie

Thomas Mann wurde als zweiter Sohn des Kaufmanns und Senators Thomas Johann Heinrich Mann und seiner Frau Julia am 6. Juni 1875 in Lübeck geboren. Er wuchs mit vier Geschwistern auf: Heinrich, Julia, Carla und Karl Victor. Die Familie zählte zu den ersten Kreisen Lübecks.[1] Seine Kindheit hat Thomas Mann später als „gehegt und glücklich“ bezeichnet. Nachdem... » anzeigen

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Paul Mann

Biographie

Paul Thomas Mann

Thomas Mann wurde als zweiter Sohn des Kaufmanns und Senators Thomas Johann Heinrich Mann und seiner Frau Julia am 6. Juni 1875 in Lübeck geboren. Er wuchs mit vier Geschwistern auf: Heinrich, Julia, Carla und Karl Victor. Die Familie zählte zu den ersten Kreisen Lübecks.[1] Seine Kindheit hat Thomas Mann später als „gehegt und glücklich“ bezeichnet.
Nachdem der Vater an Blasenkrebs im Jahr 1891 starb wurde das Unternehmen und das Wohnhaus in Lübeck verkauft. Die Erlöse wurden angelegt, und deren Zinsen standen seiner Frau und den Kindern für ihren Lebensunterhalt zu.

Zwei Jahre darauf siedelte seine Mutter mit den Geschwistern nach München über, erselbst folgte der Familie 1894.

1896 war er mit 21 Jahren volljährig geworden und erhielt monatlich 180 Goldmark aus den Zinsen des väterlichen Vermögens, was ihm ein Leben als freier Schriftsteller ermöglichte. Von 1895 bis 1896 verfasste Thomas Mann Beiträge für die nationalkonservative Monatsschrift „Das Zwanzigste Jahrhundert – Blätter für deutsche Art und Wohlfahrt“, deren zeitweiliger Herausgeber sein Bruder Heinrich war.

1896 folgte er seinem Bruder nach Italien. Sie mieteten sich im Juli 1897 in dem östlich von Rom liegenden Ort Palestrina ein. Gemeinsam verfassten sie dort das Bilderbuch für artige Kinder. Es enthielt parodistische „Kunstgedichte“ und war mit eigenhändigen Zeichnungen illustriert. Die Brüder schenkten es ihrer Schwester Carla zur Konfirmation. Das Unikat gelangte nach Carlas Tod in den Besitz des jüngsten Bruders Viktor, der es später den Kindern von Thomas Mann übergab. Seit der Emigration der Familie 1933 gilt es als verschollen; nur Gedichte, die Viktor Mann in seinen Memoiren Wir waren fünf zitierte, und einige Reproduktionen der Zeichnungen blieben von dem einzigen Gemeinschaftswerk der beiden Brüder erhalten.

Nach seiner Rückkehr war er für einen kurzen Zeitraum redaktioneller Mitarbeiter der Zeitschrift "Simplicissimus".

1900 wurde er als „Einjährig-Freiwilliger“ zum Dienst im Münchner Leibregiment eingezogen. Seine militärische Laufbahn endete nach drei Monaten wegen Dienstuntauglichkeit – ein Erlebnis, das sich in der Musterungsszene in den "Bekenntnissen des Hochstaplers Felix Krull" widergespiegelt findet.

1901 wurde Manns erster Roman Buddenbrooks veröffentlicht. Die zweibändige Erstausgabe stieß zunächst nur auf geringe Resonanz. Die einbändige zweite Auflage von 1903 dagegen brachte den Durchbruch und machte Thomas Mann in der Öffentlichkeit bekannt.

1904 lernte Thomas Mann Katharina „Katia“ Pringsheim (Tochter des Mathematikers Alfred Pringsheim und Enkelin der Frauenrechtlerin Hedwig Dohm) kennen und begann, um sie zu werben. In seinen Briefen und Tagebüchern sind bis dahin nur homoerotische Schwärmereien dokumentiert. So schrieb er noch 1901 über Paul Ehrenberg an seinen Bruder Heinrich „Das Ganze ist Metaphysik, Musik und Pubertätserotik: – ich komme nie aus der Pubertät heraus.“[4]. Er lebte seine Homosexualität jedoch nie aus, es blieb bei Schwärmereien für „Jünglinge“, die unter anderem in den Buddenbrooks (Hanno/Kai Graf Mölln), in Tonio Kröger (Tonio Kröger/Hans Hansen), im Zauberberg (Hans Castorp/Pribislav Hippe) und in Der Tod in Venedig (Gustav von Aschenbach/Tadzio) ihren Niederschlag fanden.

Mit dem Entschluss, Katia Pringsheim zu heiraten, entschied er sich für ein „geordnetes“ Leben und heiratete in eine der angesehensten Familien Münchens ein. Katia zögerte zunächst, sodass sich die Eheschließung bis zum 11. Februar 1905 hinauszögerte. In seinem zweiten Roman Königliche Hoheit von 1909 hat Thomas Mann die Brautzeit literarisch verarbeitet. Mit Katia hatte er die sechs Kinder Erika (1905–1969), Klaus (1906–1949, Suizid), Golo (1909–1994), Monika (1910–1992), Elisabeth (1918–2002) und Michael (1919–1977, vermutlich Suizid) Mann.
1912 äußerten Ärzte bei Katia den Verdacht auf Tuberkulose, was einen längeren Sanatoriums-Aufenthalt in Davos erforderlich machte. Thomas Mann war, als er sie dort besuchte, beeindruckt von der Atmosphäre des Sanatoriums und fasziniert von den amüsanten Schilderungen, die ihm seine Frau über die Klientel der Klinik gab. Sie inspirierten ihn zu seinem Roman Der Zauberberg, den er 1913 begann, aber erst 1924 vollenden sollte.

Im Jahr 1914 zog die Familie Mann in die Poschingerstraße 1 am Herzogpark. Als im selben Jahr der Erste Weltkrieg ausbrach vertrat Thomas Mann entgegen allen anderen, die den Krieg begrüßten, einen eher verhaltenen Patriotismus.
Er schrieb an seinen Bruder Heinrich: „Ich persönlich habe mich auf eine vollständige Veränderung der materiellen Grundlagen meines Lebens vorzubereiten. Ich werde, wenn der Krieg lang dauert, mit ziemlicher Bestimmtheit das sein, was man ‚ruiniert‘ nennt.“

Die Ermordung des Reichsaußenministers Walther Rathenau am 24. Juni 1922 war mitauslösend für Manns Entscheidung, öffentlich für die Republik und ihre Werte einzutreten. Mit seiner Rede Von deutscher Republik trat er zum ersten Mal als politischer Mahner und Befürworter der neuen Staatsform hervor.


Für sein opulentes Romanwerk "Buddenbrooks" wurde Mann 1929 mit dem Literatur-Nobelpreis geehrt. Noch vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 trat der Schriftsteller als Mahner vor diesen auf. Als sie 1933 aus Deutschland emigrierten, verloren sie einen großen Teil ihres Vermögens, namentlich ihren Immobilien- und anderen Sachbesitz. Nur ein Teil davon konnte er später auf Umwegen in die Schweiz schaffen.

Nachdem Thomas Mann tschechoslowakischer Staatsbürger wurde, hatte man ihm und seiner Familie nicht nur die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt, die Nazis entzogen Mann die Ehrendoktorwürde, die ihm 1919 von der Universität Bonn verliehen worden war.
Nach der Annektion Österreichs 1938, zog sich Thomas Mann in die USA zurück. Dort lebte er zunächst in Princeton und arbeitete als Gastprofessor. 1941 siedelte er nach Pacific Palisades bei Los Angeles über.

Kurz vor Kriegsende 1944 wurde er amerikanischer Staatsbürger. Mit seinen Reden bei seinem ersten Besuch in Deutschland nach Kriegsende 1949 löste Thomas Mann abermals heftige Kritik aus.

Im Jahr 1952 siedelte er nach Erlenbach bei Zürich über und 1954 ließ er sich in Kilchberg im Kanton Zürich nieder. Seinen literarischen Schwerpunkt setze Mann auf Romane und Erzählungen, ergänzte diese aber auch durch Essays und publizistische Werke mit wiederholenden Themeninhalten von Bürgertum, Künstler-Dasein, Mythos, Leben, Geist oder Dekadenz.

Thomas Mann starb am 12. August 1955 in Zürich.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Thomas_Mann

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Heinrich und Thomas Mann, um...
Heinrich und Thomas Mann, um 1900
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Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Thomas_Mann
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Buddenbrooks
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„Buddenbrooks“, Verlagseinbände des Erstdrucks von 1901
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